Kosten und Kostenübernahme


Welche Kosten für die anwaltliche Tätigkeit entstehen können, ist meist nicht auf den ersten Blick ersichtlich und vielleicht auch nicht immer ohne Weiteres nachvollziehbar. Ich versuche deshalb, meine Mandanten so früh und so transparent wie möglich über die anfallenden Gebühren zu informieren.

 

 

Erstberatungsgespräch

Für ein erstes Beratungsgespräch zahlen Sie je nach Umfang der Fragestellung zwischen 60 € und 180 € inklusive Mehrwertsteuer. Diese Kosten werden voll angerechnet, sofern eine weitere Vertretung durch mich erfolgt. 

 

 

Außergerichtliche Vertretung

Die außergerichtliche Vertretung beginnt, sobald ich für Sie mit der Gegenseite, Versicherungen oder Behörden in Kontakt trete. Die Gebühren ergeben sich grundsätzlich aus dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und werden in der Regel nach dem Gegenstandswert berechnet.

 

Als Teil des Erstberatungsgesprächs spreche ich mit Ihnen auch über die, durch eine anwaltliche Vertretung anfallenden Kosten und anderweitige Kostenrisiken. Nach Absprache kommt auch die Vereinbarung eines Pauschalbetrages oder einer Vergütung auf Stundenbasis in Betracht. Im Rahmen einer solchen  Vergütungsvereinbarung können die nach dem Gegenstandswert berechneten Gebühren sowohl über-, als auch unterschritten werden.

 

 

Gerichtliche Vertretung

Die Gebühren für die anwaltliche Vertretung vor Gericht berechnen sich grundsätzlich ebenfalls nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und werden nach dem Gegenstandswert berechnet. Eine Unterschreitung ist allerdings auch nach Absprache nicht möglich.

 

 

Vertragsgestaltung / Gutachten

Die Kosten für die Erstellung eines Vertragsentwurfes, AGB oder eines Rechtsgutachtens richten sich nach Umfang,  Zeitaufwand und Haftungsrisiko des Einzelfalles. Hierüber schließe ich deshalb grundsätzlich eine Vergütungsvereinbarung ab.

 

 

Kostenübernahme durch Dritte

Möglicherweise besteht die Möglichkeit, die vorgenannten Anwaltskosten von dritter Seite erstattet zu bekommen.

 

  • Rechtsschutzversicherungen

Sollten Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, könnte diese möglicherweise die Kosten übernehmen. Achten Sie in einem solchen Fall  darauf, dass oft nur bestimmte Risiken mitversichert sind und eventuell Wartezeiten bestehen. Um sicher zu gehen, können Sie bereits vor einem Erstberatungsgespräch bei ihrer Versicherung eine Deckungszusage einholen. Andernfalls bringen Sie bitte die notwendigen Vertragsunterlagen zum Erstberatungsgespräch mit, damit ich umgehend die entsprechende Auskunft für Sie einholen kann.

 

  • Beratungshilfe / Prozesskostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe

Sollten Sie nur über geringe finanzielle Mittel verfügen, besteht die Möglichkeit, vor einem Erstberatungsgespräch bei der Beratungshilfestelle des für Sie zuständigen Amtsgerichts Beratungshilfe zu beantragen. Die Beratungshilfe deckt dabei sowohl die Kosten der Erstberatung, als auch der außergerichtlichen Vertretung ab. Ein Anspruch auf Beratungshilfe besteht,

 

  • wenn Sie bereits selbst versucht haben, die Angelegenheit zu regeln und kostenfreie Hilfsangebote (Jugendamt, Gewerkschaft, Mieterverein etc.) nicht zur Verfügung stehen oder keinen Erfolg hatten,
  • wenn Ihnen monatlich nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung stehen (das ist nicht nur bei einem geringen Einkommen gegeben, sondern auch dann, wenn hohe (von der Beratungshilfestelle anerkannte) Verbindlichkeiten bestehen und
  • die Rechtsverfolgung nicht mutwillig ist.

 

Sofern die Vertretung in einem gerichtlichen Verfahren notwendig werden sollte, besteht die Möglichkeit Prozesskostenhilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe zu beantragen. Einen entsprechenden Antrag werde ich dann für Sie stellen.

 

Eine grobe Einschätzung, ob Beratungs- oder Prozesskostenhilfe für Sie in Frage kommt, können Sie hier erlangen: http://www.pkh-rechner.de. Die Voraussetzungen für Beratungshilfe sind dann gegeben, wenn Prozesskostenhilfe ohne Ratenzahlung bewilligt werden würde. (Für die Richtigkeit und Aktualität wird allerdings keine Gewähr übernommen.)